Sonntag, 15. Mai 2011

Die Inflationsrate, oder ....

Warum schließen Menschen Bausparverträge ab?

Um eines vorweg zu nehmen: Ich weiß keine Antwort auf die Frage, denn neben den Argumenten aus dem Film

fallen mir als Maklerin noch einige weitere Gründe ein, welche gegen einen Bausparvertrag sprechen. Ich möchte darum heute mal mit dem Mythos Bausparvertrag aufräumen.
  1. Bausparverträge sind Geldwertanlagen, im Gegensatz zu Sachwertanlagen (Fondanlageprodukte)! Demzufolge unterliegen sie der Inflation. Die Inflationsrate in Deutschland beträgt im Schnitt 2,5 % pro Jahr. Wenn ich also dieses Jahr 100,- € einzahle, sind es nächstes Jahr also reell 100,- die nur noch den Wert von 97,50 haben.
  2. Die Verzinsung eines Bausparvertrages liegt niemals über der Inflationsrate, den besten Zinssatz für den Kunden den ich bisher sah, waren 1 %. Bleibt eine negative Rendite von - 1,5 %.
  3. Wohnriester ist ein zweischneidiges Schwert, denn das Geld das man zum abbezahlen der Hypothek raus nimmt, muss am Ende wieder eingezahlt werden.
  4. Vermögenswirksame Leistungen müssen NICHT in einem Bausparvertrag angelegt werden. Es gibt auch andere Anlageformen. Ich selber rate dem Kunden lieber zu einer Fondgebundenen Anlageform mit eingeschlossener Risikoversicherung.
  5. "Wer bauen will braucht einen Bausparvertrag." Quatsch mit Sauce. Der Guthabenszins fällt einfach unter die Rubrik "ohne Worte" und den Hypothekenzins bekommt man über Förderdarlehen KfW-Bank und Investitionsbank wesentlich günstiger hin.
Bei mir im Hause ist in 12 Jahren Maklertätigkeit nicht einmal ein Bausparvertrag angeboten worden und ich habe dieses auch nicht vor.

In diesem Sinne

Ihre Daira Bär

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