Donnerstag, 8. Dezember 2011

Riestern aber wie?

Hallo liebe Leser,

heute mal was neues zum Thema Riester-Rente. In den letzten Tagen ist es ja Mode geworden auf die Versicherungswirtschaft zu schimpfen. Nun ja ganz ehrlich: nicht jede Stilblüte von da lohnt sich wirklich. Aber gerade die Riester-Rente, sofern vernünftig abgeschlossen, lohnt sich doch. Aber wie komme ich zu dieser Meinung? Lesen Sie meine Argumentation hier nach und Sie werden mir recht geben.

  1. Eine Riester-Rente muss mit Endalter 80 spätestens von einem Versicherer ausgezahlt werden. Die Kosten für einen solchen Vertrag sind wesentlich teurer als einer den ich mit 35 abschließen. Das heißt, ich bekomme für das gleich Geld weniger Rente.
  2. Die Förderung von Seiten des Staates bezieht sich eben nicht nur auf die Zulagen, sondern auch auf den Steuervorteil. Somit sind Berechnungen, welche nur auf eines von beidem abzielen, meiner Ansicht nach unseriös.
  3. So wie einige Kritiker fordern, die Riester -Verträge ohne Abschlussgebühr zu ermöglichen,. würde die Verbreitung schlicht verhindern. Denn die Abschlussgebühr enthält ja auch die Courtage für die Vermittler. Einen Vertrag ohne Courtage wird man bei uns im Hause zum Beispiel nie bekommen, denn auch wir müssen leben.
  4. Der herabgesetzte Garantiezins ist für fondsgebundene Verträge irrelevant, denn die neuen Verträge lassen dem Kunden die Renditen, abzüglich der Fondskosten, zu 100% zu kommen. 

Sie sehen also: Riester lohnt sich doch. Und für weitere Fragen und persönliche Beratungen stehe ich Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

Liebe Grüsse

Ihre Daira Bär

Kommentare:

  1. Na ja, soweit richtig! Der herabgesetzte Garantiezins wirkt sich aber doch minimal auf das Produkt aus, da bei Riester eine Beitragsrückgewähr gegeben wird. Diese Beitragsrückgewähr wird bei den meisten Versicherern über den Deckungsstock erzielt, diesem liegt aber wieder der Garantiezins zu Grunde. Ich habe also zwar die gleiche Garantie, die Ablaufleistung verringert sich aber ein wenig!

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    1. Hallo Anonym,

      ihre Schlussfolgerung ist teilweise durchaus korrekt. Geringerer Garantiezins, bedeutet dieselbe Garantie kostet mehr. Allerdings betrifft das eine gute fondsgebundene Riesterrentenversicherung nur selten. Denn eine gute fondsgebundene Riesterrente verfügt über einen Mechanismus der Wertsicherung bei dem das Fondsvermögen u.a. bei seinem Höchstand "eingefroren" werden kann. Dieses ist finanztechnisch nichts anderes wie eine Umschichtung des risikoreicheren Fondsgeschäftes in risikoärmere Fonds oder Renten.
      In sofern greift der Rückgriff auf die Beitragsrückgewähr nur in vierter oder fünfter Linie. Nämlich dann wenn:
      a) der Versicherer bei der Vermögensverwaltung versagt hat.
      b) der jeweilige Fondsmanager bei der Erwirtschaftung einer vernünftigen Rendite versagt hat.
      c) Alternativen wie Rentenpapiere oder Geldmarktfonds als sichere Anlage auscheiden.

      Zusammengefasst:

      Meiner Meinung nach gibt es keine Alternative zu einer fondsgebundenen Riesterrente in einem soliden Versicherungsunternehmen, welches u.a. eine Wertsicherung des Fondsvermögens garantiert.

      Liebe Grüsse

      Daira Bär

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