Sonntag, 26. August 2012

Provisionsteilung- oder mein persönliches "Wort zum Sonntag"

Hallo liebe Leser,

eine Frage: Handeln Sie gerne? Ich meine damit das Feilschen, wie Sie es vom Flohmarkt kennen? Feilschen Sie gerne? Prima, ich nämlich auch Allerdings feilsche ich nur dann, wenn ich wirklich Ahnung von dem Produkt habe, was ich erwerben möchte, denn nur dann kann ich mir sicher sein, dass mich mein Gegenüber nicht über´s sprichwörtliche "Ohr" haut. Ich habe überhaupt nichts gegen das Feilschen, allerdings hört diese Leidenschaft für das Feilschen bei mir auf, wenn es um unsere Versicherungssparte geht.Zum einen sind die Provisionen nicht wirklich hoch, wenn man diese mal auf die Laufzeit eines Vertrages rechnet. Eine Rentenversicherung wird bei den Versicherern mit einer Vertragslaufzeit von 35 Jahren gerechnet. Zum anderen sind die 4 Prozent nicht korrekt, denn die Versicherer ziehen davon eine Stornoreserve von 10 % ab. Im Klartext:  von meinen 4% bleiben dann als Auszahlungbetrag 3,96 % . Dann kommt hinzu, dass ich für diesen Vertrag dann eine Stornohaftung von 5 Jahren oder länger habe. Das heisst, 5 Jahre darf es beim Kunden keinen Störfall geben, 5 Jahre muss der Vertrag bezahlt werden, oder ich verliere meine Provison. Warum sollte ich also bei dem Risiko die Provision mit dem Kunden teilen? Er kann den Vertrag ja jederzeit in Storno jagen und ich zahle die VOLLE Provision an den Versicherer zurück. Klingt sehr sinnvoll, dann eine Provisionsteilung zu vereinbaren, oder? Finde ich auch. Nun, ich könnte ja wenigstens von meiner Sachcourtage an den Kunden was abgeben. Hm., O.K., rechnen wir mal nach am Beispiel einer Haftpflichtversicherung. Singlehaftpflichtversicherung mit 3 Millionen € Deckungssumme (meiner Meinung nach vollkommen ausreichender Betrag.) kostet 55,- € im Jahr. Davon muss die Mehrwertsteuer abgezogen werden, denn Courtage gibt es nur für den Nettobeitrag in Höhe von 46,22 €. Nehmen wir mal an der Makler bekommt 25% Courtage auf den Nettobetrag, das wären 11,55 € . Dafür hat dieser Makler sie mindestens eine Stunde beraten, Ihnen mehrere Angebote erstellt, steht im Schadensfall als Ansprechpartner zur Verfügung und überprüft spätestens 3 Monate vor Vertragsablauf Ihre und die Marktsituation ob es nicht einen besseren Anbieter gibt. Merken Sie etwas? Für 11,55 € haben Sie Ihren eigenen Büroangestellten, welcher Ihr persönliches Vermögen verwaltet. Und dann wollen sie dem noch das Jahresgehalt von 11,55 € kürzen? Sorry, da sagt diese Büroangestellte "Für weniger arbeite ich nicht."
 Wer es macht muss, mehr Masse schreiben und mehr Masse geht zu Lasten der Beratung. Ich will und werde aber in Zukunft meine Arbeit immer so machen, dass ich den Klienten eingehend berate und das kostet Zeit. Diese MUSS bezahlt werden, denn von irgendwas muss ich auch leben.

Liebe Grüsse

Daira Bär













Daira Bär

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